REWAG und Stadtwerke Regensburg GmbH informieren:

Regensburg, 14.04.2000

REWAG und SWR: 100.000 Mark für Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft

Geld wird für ehemalige Zwangsarbeiter und Verfolgte des Naziregimes verwendet

REWAG und Stadtwerke Regensburg GmbH mit ihren Tochtergesellschaften beteiligen sich an der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" mit je 50.000 Mark. Der Gemeinschaftsausschuss der deutschen Wirtschaft hatte vor Kurzem alle Unternehmen in Deutschland, unabhängig von der Geschichte des jeweiligen Unternehmens und unabhängig davon, ob es Zwangsarbeiter beschäftigt hatte, aufgerufen mitzumachen. Der Ausschuss legte dabei einen Beitrag von mindestens 0,1 Promille des Umsatzes von 1999 nahe. Die Aufsichtsratsgremien von REWAG und SWR beschlossen auf Empfehlung von REWAG-Vorstand und SWR-Geschäftsführung am vergangenen Donnerstag, die Initiative mit einem höheren Beitrag als vom Umsatz her vorgeschlagen zu unterstützen. So zahlt die REWAG 17.000 Mark mehr, die SWR leistet 41.000 Mark mehr. Damit trägt vor allem die SWR als Rechtsnachfolgerin der Stadtlagerhaus Regensburg GmbH der Tatsache Rechnung, dass in den 40-er Jahren russische Kriegsgefangene in größerer Zahl im Stadtlagerhaus eingesetzt waren.

Mit der Stiftungsinitiative will die deutsche Wirtschaft einen Ausgleich für das an den ehemaligen Zwangsarbeitern und Verfolgten unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft begangene Unrecht leisten und das Ansehen der Unternehmen national und international stärken. So soll ein Zukunftsfond für Projekte der Völkerverständigung und des Jugendaustauschs eingerichtet werden, noch lebenden Zwangsarbeitern humanitäre Hilfe geleistet und zum Ende des 20. Jahrhunderts nochmals ein Zeichen für die historische und moralische Verantwortung gesetzt werden.