Die Stadtwerke Regensburg GmbH informiert:

Regensburg, 19.11.1999

Große Investitionen geplant
Wirtschaftsplan 2000 vorgestellt

Im Verbund der Stadtwerke Regensburg GmbH (SWR) und ihrer Tochtergesellschaften werden im Jahr 2000 die Beteiligungserträge nicht ausreichen, um die Verluste aus dem Verkehr und den Bädern einschließlich Donau-Arena abzudecken. Rund 12,3 Millionen Mark müssen voraussichtlich aus der Kapitalrücklage entnommen werden. Dies teilten die Geschäftsführer der SWR in einer Pressekonferenz mit.

Ein Großprojekt steht nächstes Jahr bei der Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB) an: 35 neue Linienbusse will die RVB nächstes Jahr kaufen. Mit dieser Ersatzbeschaffung für rund 14 Millionen Mark wird der Omnibuspark der RVB - mit Ausnahme von zwei Gelenkomnibussen - voll in Niederflurtechnik ausgestattet, äußerlich erkennbar an der signalgelben Farbe. Ende 2000 wird kein Fahrzeug älter als neun Jahre sein. Voraussetzung für diese große Beschaffungsmaßnahme ist allerdings, daß die eingeplanten Zuschüsse in Höhe von sieben Millionen Mark gewährt werden. "Mit dieser Großbestellung erwarten wir günstigere Preise von den Herstellerfirmen. Außerdem ist mit Kosteneinsparungen bei der Wartung und Reparatur des Fuhrparks zu rechnen," erläutert Dieter Baldauf, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Die bisher von der RVB erbrachte Betriebsleistung von rund 4,75 Millionen Kilometern wird im Geschäftsjahr 2000 von der seit 1. September bestehenden Tochtergesellschaft REBUS GmbH erbracht. Die Anzahl der bisher bei der REBUS eingestellten Omnibusfahrer soll von derzeit vier bis zum Jahresende 2000 auf 25 Mitarbeiter aufgestockt werden. Die REBUS erbringt die Fahrleistung für die RVB und nutzt im Gegenzug die Infrastruktur der RVB. "Die REBUS wird sich dem Wettbewerb im öffentlichen Personennahverkehr stellen können und wir erwarten, daß die REBUS - im Gegensatz zur RVB - künftig Gewinne erwirtschaften wird," berichtet der technische Geschäftsführer Bernd-Reinhard Hetzenecker.

Regensburger Badebetriebe GmbH

Die Regensburger Badebetriebe GmbH (RBB) muß voraussichtlich im Wirtschaftsjahr 2000 aus der Kapitalrücklage rund 12,3 Millionen Mark entnehmen, um innerhalb der Stadtwerke mit ihren Tochtergesellschaften die Verkehrs- und Bäderverluste einschließlich der zu erwartenden Verluste aus dem Betrieb der Donau-Arena abzudecken.

Nach vorsichtiger Schätzung wird für das Jahr 2000 bei der RBB aus dem Betrieb der Bäder und der Donau-Arena ein Jahresfehlbetrag von insgesamt 12,4 Millionen Mark erwartet, wovon rund 5,1 Millionen Mark auf den Betrieb der Donau-Arena entfallen.

"Bezieht man die Bäderverluste auf die Badebesucher, so ergibt sich für das Geschäftsjahr 2000 ein Subventionsbedarf von 9,30 Mark (1999 voraussichtlich 8,91 Mark) je Besucher," betonte Dieter Baldauf.

Regensburger kommunaler Fahrzeugpark GmbH

Neben den Omnibussen der RVB wartet und repariert die Regensburger kommunaler Fahrzeugpark GmbH (RFG) auch alle Fahrzeuge des Konzerns SWR/REWAG, die Fahrzeuge einschließlich der Sonderfahrzeuge der Stadt Regensburg und die Fahrzeuge des Technischen Hilfswerkes und des erweiterten Katastrophenschutzes. Zum Kundenkreis der RFG gehören auch private Transport- und Omnibusunternehmen. Nach dem bisherigen Geschäftsverlauf wird sowohl für das laufende Geschäftsjahr 1999 als auch für das Jahr 2000 mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

LSR Lagerhaus- und Schiffahrtsgesellschaft mbH Regensburg

Die massive Behinderung des Warenverkehrs auf der Donau aufgrund der Folgen der militärischen Ereignisse in Serbien werden auch das Geschäftsjahr 2000 belasten. Die zu erwartenden konstant guten Ergebnisse aus der Lagerung von Getreide und Futtermitteln sowie der Betreuung der Kreuzfahrtschiffe werden diese Belastungen nicht voll ausgleichen können. Da noch einige unaufschiebbare Reparaturen an betrieblichen Anlagen anstehen, ist für das Planjahr 2000 mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 176 Tausend Mark zu rechnen. "Aufgrund der vorangegangenen erfolgreichen Geschäftsjahre ist die LSR in der Lage, diese "Durststrecke" zu überbrücken," berichtet LSR-Geschäftsführer Dr. Peter Lehmann.

"Nach der vorläufigen Erfolgsrechnung ergibt sich für das Geschäftsjahr 1999 bei der SWR, wie geplant, ein Nullergebnis," so Baldauf.