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Die Stadtwerke Regensburg GmbH informiert: Regensburg, 26.07.1999 Fitmachen für den Wettbewerb: Die Regensburger Verkehrsbetriebe (RVB) erhalten eine Schwester: die Rebus GmbH. Dieses neue Unternehmen soll ab 1. Januar 2000 einen großen Teil der bisherigen RVB-Aufgaben übernehmen, nämlich die Fahrdienstleistungen. Bei den Verkehrsbetrieben bleiben dann die sogenannten Infrastrukturleistungen. Darunter fallen der Betrieb und Unterhalt des rechnergesteuerten Betriebsleitsystems, die Funkanlagen, die Leitstelle und das Haltestellennetz einschließlich der Fahrgastinformationen und das Verkehrsmanagement. Das gab Geschäftsführungsvorsitzender Dieter Baldauf vor der Presse bekannt. Der Aufsichtsrat hat am Freitag dem Vorhaben zugestimmt. Gespräche mit Betriebsrat, Belegschaft und Gewerkschaft ÖTV habe die RVB bereits in sachlicher Atmosphäre geführt, so das Unternehmen. "Das ist der zweite große Schritt zur Vorbereitung für den kommenden Wettbewerb", betonte Baldauf. Der erste Schritt war der stark diskutierte Wechsel vom kommunalen Arbeitgeberverband zum Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen. Notwendig werde die Neugründung, so Baldauf, um die Wettbewerbsfähigkeit schnellstmöglich zu gewährleisten. Laufen nämlich die Linienkonzessionen innerhalb der nächsten acht Jahre nach und nach ab, so muß damit gerechnet werden, daß sie ausgeschrieben werden. Der bislang schützende Status der Eigenwirtschaftlichkeit - wenn ein Unternehmen im Querverbund seine Verluste selbst ausgleichen kann, wie dies bei den Stadtwerken der Fall ist - wankt bereits. Die einzige Lösung sehen die Stadtwerke in der Gründung einer Fahrbetriebsgesellschaft, die nur Fahrdienstleistungen erbringt. Die vorhandenen Busfahrer bleiben zwar Arbeitnehmer der RVB, werden aber an die Rebus für die Fahrdienste überlassen. Die Rebus zahlt an die RVB lediglich die Löhne nach den Tarifen des Arbeitgeberverbandes Deutscher Eisenbahnen, die Tarifdifferenz zum Kommunalen Arbeitgeberverband trägt die RVB. Damit, so Baldauf weiter, sollen wettbewerbshinderliche "Altlasten" ausgeschaltet werden. Die RVB stellt darüber hinaus kein Fahrpersonal mehr ein. Das macht künftig nur mehr die Rebus, die ebenfalls dem neuen Arbeitgeberverband beitreten wird. Ihre Omnibusse vermietet die RVB gegen Bezahlung an die Rebus. Umgekehrt stellt die Rebus ihre Fahrleistung in Rechnung. Baldauf: "Wir werden mit der Rebus eine reine Fahrgesellschaft haben, die von zusätzlichen, teuren aber notwendigen Aufgaben befreit und damit wettbewerbsfähig ist." Voraussetzung allerdings ist, daß die Stadt Regensburg als Aufgabenträgerin jedem möglichen Bewerber die Auflage macht, die zusätzlichen Infrastruktur-Leistungen ebenfalls bei der RVB zu beanspruchen. Das muß zu den gleichen Konditionen geschehen, zu denen sie die Rebus erhält. In umfangreichen Verträgen soll dieses Konzept abgesichert werden, "damit wir in den Wettbewerb gehen können und gleichzeitig das ÖPNV-Angebot für Regensburg weiterhin auf einem so hohen Niveau wie bisher bleibt". |