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Regensburg, 07.04.1999

Kunst am Bau bei der Donau-Arena Wolfgang Keuchl gewinnt Wettbewerb

"Spannungsbogen" nennt Wolfgang Keuchl seine 20 Meter hohe Plastik aus Corten-Stahl. Das Kunstwerk soll spätestens zum September beim Westeingang der Donau-Arena stehen.

Am vergangenen Mittwoch hat der Künstler das Modell zusammen mit den Geschäftsführern der Re-gensburger Badebetriebe GmbH (RBB) Dieter Baldauf und Bernd-Reinhard Hetzenecker der Öffentlichkeit präsentiert.

Vorausgegangen war ein anonymer Wettbewerb, zu dem zehn Künstler aus der Region geladen waren. "Jeder Besucher der Donau-Arena ist gespannt auf das, was ihn erwartet", beschreibt der in Bernhardswald lebende Keuchl seinen Denkansatz.

Der Spannungsbogen reagiert auf die kühle, blau-grün-graue Baumasse mit 20 Meter Höhe, 12 Meter lichter Weite, schmaler Eleganz (2,5 Meter an der Basis, 1,5 Meter an der Spitze) und der Komplementärfarbe Rot. Wie Baldauf und Hetzenecker betonten, fiel in der achtköpfigen Jury, der außer der Geschäftsführung Bürgermeister Gerhard Weber, Vertreter der Stadt Regensburg und Künstler angehörten, die Entscheidung schnell zugunsten Keuchls. Aber auch die anderen eingereichten Arbeiten, die am "Tag der offenen Tür" besichtigt werden können, seien qualitativ sehr hochwertig.

"Denken, Ideen entwickeln, zeichnen, entwerfen, verwerfen, neuplanen, Modellbauen", zählt Keuchl seinen Arbeitsablauf auf. Nach etwa drei Monaten "stand" das Werk. Eine extrem reduzierte Form, mit der das Gefühl der Eishockey- oder Konzert-besucher thematisiert wird: Erwartung, Erregung, Spannung; das Ende ist offen.

Der Bogen wird mit seinen dominanten 20 Metern die Halle überragen. Ein klares Zeichen: "Ich bin die Kunst hier."